Mode
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Mode-blog Brotlose
Zeiten für Magermodels
Während auf den Laufstegen
der Fashionweeks in aller Welt immer noch skelettdürre Magermodels
die Trends der nächsten Saison vorführen, brodelt
es hinter den Kulissen gewaltig.
Modezar Karl Lagerfeld sorgt mit Aussprüchen gegen frauliche Formen auf
den Laufstegen und in der Mode im Allgemeinen für Furore. „Runde Frauen
will niemand sehen“ urteilt der Chefdesigner des Modehauses Chanel. Chefredakteurinnen
und Leserinnen großer Modezeitschriften sind da anderer Meinung.
Seit 2006 bei einer Modenschau ein Model aus Uruguay tot zusammenbrach gibt
es immer wieder hitzige Diskussionen um Kleidergrößen, Mindestgewicht
und medizinische Kontrolle der Mädchen auf den Catwalks.
Schon vor einiger Zeit wurden Richtlinien festgelegt die dem Magerwahn der
Designer ein Ende bereiten sollten. Von Kleidergröße 36 und einem BMI von 18
als „Minimum“ war hier die Rede.
Gehalten haben sich die Stilisten nicht daran. Heuer scheinen die Models noch
dünner und die Entwuerfe für normale Frauen untragbarer denn je.
Mehr asexuelle Wesen denn Frauen sind es, die die Laufstege beherrschen. Teilweise
sogar schockierend sind die Bilder die von den großen Shows übertragen
werden.
Dem ein Ende setzten wollen nun einige Modezeitschriften, die sich weigern
weiter mit anorektischen Models zu arbeiten. Ihrer Meinung nach wollen die
Leserinnen Frauen sehen mit denen sie sich identifizieren können und die
auch figurtechnisch der Norm entsprechen.
Vorreiter dieser neuen Bewegung ist die Frauenzeitschrift „Brigitte“ die angekündigt
hat nur noch Fotomodelle ab Konfektionsgröße 38 für ihre Fotostrecken
ablichten zu wollen.
Auch die Chefin der britischen Vogue wandte sich bereits vor einiger Zeit in
einem Brief an einige bekannte Couture- Häuser und kritisierte die immer
schmaler werdenden Entwürfe.
Grund für diese neue Haltung im Modejournalismus sind wohl auch die Reaktionen
der Leser auf Fotos die außer Kleidern und Knochen nichts zu bieten haben.
Ein Erfolg dieser neuen Methoden scheint zumindest bei Frauen die nicht in
Size Zero passen oder passen möchten durchaus Aussicht auf Erfolg zu haben.
Schon die Kampagne der Kosmetikfirma „Dove“ die vor einigen Jahren mit kurvigen,
nicht ganz perfekten Models für Aufregung sorgte, ist bis heute sehr beliebt
und von Erfolg gekrönt. Ob sich dieses neue, fraulichere Konzept auch auf
den Laufstegen durchsetzten kann…. Wir werden es sehen. |